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Mittwoch - Super Size eine kulturelle Hürde - Stefanie

Nachhaltigkeit und globales Denken ist eng miteinander verknüpft. Heute sahen wir verschiedene Ansätze von Unternehmen/ Institutionen, wie damit umgegangen werden kann. Doch was kann man als Einzelperson tun? Themen wie Littering oder auch im Konsumverhalten kann man auch als Privatperson nicht entfliehen und entsprechend Verantwortung übernehmen. Im Film „Super Size Me“ wurde anhand eines Selbstversuches eines US Amerikaners anschaulich gezeigt, wie sich eine unbewusste oder eben ganz bewusst nicht nachhaltige Ernährung auswirken kann. So hat sich ein Mann von guter Statur und Gesundheit entschieden, sich 30 Tage ausschliesslich von Mac Donald’s Produkten zu ernähren. Ärzte rieten ihm von diesem Versuch ab, doch er zeigte sich entschlossen und zog es auch durch – und zwar alles in „Super Size“. Die Entwicklungen im Film sind erstaunlich, schockierend und für mich sehr abstossend. Das Essen wirkte unappetitlich, weit entfernt von ausgewogen und alles andere als gesund. Auch Morgan Spurlock (Hauptdarsteller) hatte Probleme damit, die v.a. anfangs sehr stark ersichtlich waren. Der Ekel stand ihm ins Gesicht geschrieben. Zudem sah man deutlich, dass es ihm schwer fiel, die ganze Portion (Super Size) aufzuessen. Die Lust auf Mac Donald’s nahm kontinuierlich zu, wohingegen die Stimmung immer mehr Tiefs aufwies. Zwischendurch und am Ende werden wieder Gesundheitstests gemacht, die Resultate sind schockierend. Das Wohlbefinden – abgesehen von der Gesundheit – scheint zusätzlich sehr unter der Fehlernährung gelitten zu haben. So sind sämtliche Organe stark belastet, v.a. die Leber hat stark gelitten. Wen wundert’s nach 14kg Zucker, 6kg reines Fett… und 11kg Gewichtszunahme innerhalb dieses kurzen Zeitraums? Die Auswirkungen auf regelmässige Konsumenten solches Essens können wir uns nicht nur ausmalen, sondern sind auch statistisch festgehalten und in der Problematik der Fettleibigkeit deutlich ersichtlich. Ein Luxusproblem, das es nicht zu unterschätzen gilt. Lust auf Fast Food hat man nach diesem Film sicher nicht. Wie nachhaltig die Wirkung des Filmes ist, ist fraglich, doch als Schocker eignet er sich allemal. Was bleibt mir davon? Vermutlich nicht viel, denn gereizt hat mich Mac Donald’s und Fast Food sowieso noch nie. Gelegentlich mal ein Mac Flury, doch was ist schon dabei? Einzig die Unterstützung dieses Konzerns könnte/ wollte ich mir ankreiden. Mehr nicht. Viel wichtiger finde ich aber, den Leuten eine machbare Alternative zu dieser Ernährung zu bieten und sie darüber aufzuklären. Schocker sind kurzfristig und schrecken mehr ab, als dass sie zu anderem Handeln anregen können. Denn für letzteres müsste man ja wissen, was „besser“ ist und wie es geht. Deshalb würde ich den Fokus auf die Bildung und Aufklärung auch in der Ernährung setzen. Man kann in der Schule beginnen, aber auch für Eltern oder auch ältere Menschen Kurse o.ä. anbieten. Denn als ich länger in England lebte, stellte ich fest, dass viele Leute gar nicht wissen, wie frisch zubereitet und gekocht wird, was der Mehrwert ist und wie lecker „Frischware“ wirklich ist. – Vergleichbar mit den USA. - Ich glaube, das ist nicht nur eine Erziehungsfrage sondern auch stark von der sozialen Schicht und der Kultur abhängig. Zudem spielt vielmals auch noch das Geld eine Frage und wenn man die tiefen Preise von Fertigprodukten und Fast Food in gewissen Ländern betrachtet, versteht man den Griff zu diesen Produkten vielleicht ein Mü besser. Ich bin überzeugt, dass es ziemlich viel mehr Wissen für eine „wirkliche“ Umstellung eines Konsumverhaltens braucht als eine Schocktherapie o.ä. Deshalb finde ich es umso sinnvoller, wenn man die breite Thematik der Nachhaltigkeit schon von klein auf thematisiert und Schwerpunkte setzt. Die Schule eignet sich dafür natürlich ideal als Realisierungsgrundlage, um diesem so wichtigen Thema Gewicht zu geben – sei es nun für sich selbst, das eigene Umfeld oder gar für die Welt. Dieser Punkt wurde im Film ganz gut angeschnitten und in der heutigen Umsetzung des Stehlunchs unserer Mitstudierenden und auch das Abendessen der Mensa zeigten vorbildlich, wie eine mögliche Umsetzung der bewussten Ernährung im Raum Schule aussehen kann. Das Essen war nicht nur vorzüglich, sondern machte auch mal einen Vegitag schmackhaft. So finde ich es einfach super, wie die PH auf diese verschiedenen Anliegen der Nachhaltigkeit eingeht und dabei dem Konsumenten ein für mich unvergleichliches Angebot an Speisen bietet, die jeden Rappen wert sind – auch dem knappen Portemonnaie. Kompliment!

8.10.14 22:02

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