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Donnerstag - Nachhaltigkeit bei Coop - Selina

Heute Nachmittag hat uns ein Vertreter von Coop mit einigen Lehrlingen und einer weiteren Mitarbeiterin von Coop besucht und uns einige Aspekte aufgezeigt, in welchen das Unternehmen Coop sehr nachhaltig handelt. Für Coop ist die Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung und sie versuchen, möglichst nachhaltig zu wirtschaften. Ihr Motto „Für die einzige Welt, die wir haben“ und das von ihnen formulierte Ziel, bis 2023 CO2-neutral zu sein, zeigen eindrücklich, dass für sie das Thema der Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Sie betrachten alle drei Säulen der Nachhaltigkeit und versuchen, jeder gerecht zu werden. Die eine Säule befasst sich mit den Produkten: In diese Kategorie fallen alle Labels wie z.B. FSC (Waldschutz) oder auch naturafarm (Tierwohl). Die zweite Kategorie befasst sich mit dem Umweltschutz, konkret heisst dies, dass sie so CO2-neutral wie möglich wirtschaften möchten und auch abgelaufene Esswaren, welche man noch konsumieren kann, an sozial schwächer gestellte Personen in der Schweiz gratis weitergeben. Als dritten Ast der Nachhaltigkeit befasst sich Coop mit den Mitarbeitenden und der Gesellschaft. So ist es wichtig für sie, dass die Angestellten gute Arbeitsbedingungen haben und z.B. nicht zu viele Überstunden machen müssen.

Für Coop ist jedoch die Frage der Wirtschaftlichkeit immer das entscheidende Auswahlkriterium. Wird ein Produkt nicht genügend oft verkauft, so müssen sie es aus dem Sortiment nehmen, da es sich für sie nicht mehr lohnt, dieses Produkt weiter zu vertreiben. Im Moment besteht jedoch ca. 10% des Sortiments von Coop aus nachhaltigen Produkten und auch der prozentuale Anteil des gesamten Umsatzes liegt etwa in diesem Bereich.

Besonders beeindruckend für eine Oberstufenklasse finde ich die Bilder der Herstellung von Kakaobohnen oder Baumwolle in ärmeren Ländern. Häufig werden Kinder für mühsame Arbeiten zu sehr schlechten Bedingungen eingesetzt. Dieser Punkt wird die Jugendlichen besonders treffen, weil sie so sehen, wie privilegiert sie sind und es eindeutig noch schlimmeres gibt als ihre Situation mit ihren Problemchen. Dies fände ich einen guten Einstieg ins Thema von Bio oder anderen nachhaltigen Produkten, weil sie so das Kernproblem wirklich erkennen können. Anschliessend denke ich, dass man mit verschiedenen Posten die unterschiedlichen Marken erarbeiten lassen kann, sodass sie auch die Unterschiede erkennen können und schlussendlich wissen, welches Label was bedeutet. Wichtig erachte ich allerdings, dass man möglichst alle grossen Detailhändler der Schweiz betrachtet und nicht den einen dem anderen den Vorzug gibt (falls ein Vertreter vorbei kommt ist dies natürlich nicht möglich, doch ich denke dass für eine Firma wie Coop sich der Aufwand nicht lohnt, in einzelne Klassen zu gehen, um ihre Produkte vorzustellen).

Ebenfalls wichtig, finde ich das Thema Recycling. Viele Jugendliche wissen gar nicht so genau, wie kostbar viele Rohstoffe sind und sind sich den Folgen von richtigem und falschem Trennen gar nicht richtig bewusst. Den Schülerinnen und Schüler sollte der Kreislauf vom Recycling aufgezeigt werden, sodass sie sehen, dass das Material jeder PET-Flasche, die man richtig entsorgt, in irgend einer Form wieder verwendet werden kann. Passend dazu könnte man die Plakate der Werbung „Bring PET-Flaschen zurück, sonst fehlen sie woanders.“ (http://www.petrecycling.ch/sites/default/files/BroschuereWertstoffPETD.pdf) thematisieren und die Jugendlichen fragen, was sie dazu meinen. Allenfalls kann man auch noch erwähnen, dass die Abfallsackgebühren hauptsächlich deswegen eingeführt wurden, um so möglichst viele Leute dazu zu animieren, möglichst viel zu trennen.

Das wichtigste ist jedoch auch hier, dass man den Schülerinnen und Schülern nicht einfach nur predigt, was gut und was schlecht ist, sondern dass man ihnen gewisse eindrückliche Fakten mitgibt, sodass sie sich ihre eigene Meinung – wenn wir diese auch beeinflussen können – selber bilden und später auch demensprechend handeln.

9.10.14 18:08

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